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KinoSchule – Vermittlung von Medienkompetenzen im Unterricht

Ein Projekt von Cornelia Reichel

Gastinstitution: Ministerium für Kunst und Kulturpolitik Gebiet Uljanowsk, Uljanowsk  

Mai 2014, Uljanowsk (Russland)

„Das Kino ist die wahre Schule des Lebens.“ Dieses Zitat von François Truffaut hat in der heutigen, stark von Medien geprägten Gesellschaft zwei Seiten: Viel können wir aus Filmen über die Welt und unser Leben erfahren, wenn wir ihre Sprache verstehen. Doch zumeist nehmen die Menschen die Welt zwar von klein auf über diese bewegten Bilder wahr, besitzen aber nicht die Kompetenzen zur Analyse und Beurteilung des Gesehenen. Im Rahmen des Projekts „KinoSchule“ arbeiteten deutsche Medienpädagogen, Schauspieler und Regisseure mit Uljanowsker Schülern und Lehrern sowie  Dozenten der Pädagogischen Hochschule Uljanowsk (PH) gemeinsam daran, die Methoden der Medienpädagogik in die Uljanowsker Bildungslandschaft zu integrieren. Kinder und Jugendliche lernen mit diesen Methoden, Filme und Medien in ihrer Ästhetik und ihrem Inhalt zu analysieren sowie in einen gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang zu stellen. Für Lehrer wiederum bieten sie vielfältige Möglichkeiten, Themen aufzugreifen und auf kreative Art und Weise zu bearbeiten. In drei Veranstaltungsblöcken innerhalb eines Jahres erwarben die Teilnehmer Kompetenzen zur  Filmanalyse sowie zur selbstständigen Produktion von Animations- und Dokumentarfilmen. Darüber hinaus gaben Cornelia Reichel und Ljudmila Dejkowa, Dozentin der PH, gemeinsam den Leitfaden »Kino-Schule – Schritte zur Medienpädagogik« über die Verwendung von Film im Unterricht heraus, der den Schulen des Uljanowsker Gebiets zur Verfügung gestellt wurde.

Partner und Förderer: Das Projekt wurde gemeinsam mit der Pädagogischen Universität Uljanowsk entwickelt und umgesetzt.

Fotos: Maria Tschurbanowa