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Reflecting Group Dakar (It's The Red Hour)

Eine Initiative im Rahmen des Robert Bosch Kulturmanager Netzwerks

Ein Projekt von Sonja Lau unter Beteiligung von Amado Alfadni, Julia Danila, Virág Major, Christine Rahn und Cornelius Stiefenhofer

26.-30. Mai 2018, Dakar, Senegal

Anlässlich der 13. DAK´ART Biennial of Contemporary African Art

Die Reflecting Group Dakar folgt dem Interesse, sich mit den globalen Verhältnissen unserer Gegenwart auseinanderzusetzen und im Feld der Kultur auf gemeinsame Suche nach ihren relevanten Fragestellungen zu gehen. Angelehnt an die vorangehenden Projekte der Reflecting Group stehen dabei die Ansätze der „Self-Education“, des gemeinsamen Austauschs, vor allem aber die Bereitschaft zum „(Un)learning“ des vermeintlich Bekannten im Vordergrund. Anlass und diskursives Zentrum dieser Reise bietet die 13. Edition der Dak'Art Biennale.

Seit über zwei Jahrzehnten spannt die Dak'Art Biennale eines der wichtigsten künstlerischen und intellektuellen Netzwerke des afrikanischen Kontinents. Von zentraler Bedeutung ist die  Betrachtung von kolonialen und (post)kolonialen Konditionen, ebenso wie die Kritik an der vermeintlichen Abgeschlossenheit dieser Begriffe. Mit dem Ausruf „It's the Red Hour. The Hour of Reason“, mag hiermit nicht nur die Vision/Fiktion eines nahenden Wendepunktes benannt sein, sondern gleichsam die Notwendigkeit, unser Verständnis von Vergangenheit in der Gegenwart zu restaurieren. Bedenkt man die Debatte um das Berliner „Humboldt-Forum“, wird deutlich, wie allzu vorschnelle Zukunftsentwürfe mit einer noch nicht geklärten Gegenwart kollidieren. Ebenso wird deutlich, wie eng hier die Fragestellungen der Biennale und unseres Arbeitskontextes ineinandergreifen und zu einer Positionierung aufrufen.

Das Treffen richtet sich an alle Netzwerkmitglieder ohne Vorgabe von projektnahen Berufsfeldern oder Arbeitsschwerpunkten. Entscheidend ist das gemeinsame Interesse an den Konditionen von Kunst und Kultur im afrikanischen Kontext, am Gewicht und Nachleben post-kolonialer Strukturen, und nicht zuletzt an den Neubewertungen, die sich daraus auch für die eigene Praxis ergeben.