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Performing Culture

Ein Projekt von Ksenija Cockova, Wiebke Stadler, Silke Wittig und Lucia Zimmermann

Gastinstitutionen: E-Werk Freiburg, NGO Kontrapunkt, LOJA - Center for Balkan Cooperation und Qendra Multimedia

"Performing Culture" wurde von vier Organisationen aus dem Kosovo und Mazedonien initiiert. Als Medium der gemeinsamen Kommunikation dienten verschiedene Praktiken performativer Künste. Gemeinsame Aktivitäten fördern den Austausch über alle ideologischen Grenzen hinweg und regen dazu an, eine kreative Performance-Szene in der Region zu entwickeln.

Ziel war es, Zusammenarbeit, miteinander Lernen und gegenseitiges Unterstützen, trotz sprachlicher und kultureller Differenzen, anzuregen. Das Projekt brachte Schülern und Studierenden der Region performative Kunstformen näher und trug dazu bei, mögliche Grenzen in den Köpfen der jungen Leute aus den geografisch so nahe liegenden, aber kulturell, ethnisch und sprachlich unterschiedlichen Städten Pristina, Skopje und Tetovo zu überwinden.

Poe:tri - Workshop und Poetry Slam
Dezember 2010, Zentrum für Balkankooperation LOJA, Tetovo (Mazedonien)

Der erste Teil war der dreitägige Poetry-Slam-Workshop, geleitet vom deutsch-iranischen Slammer und Künstler Michel Abdollahi. Dabei trafen junge kultur- und literaturinteressierte Teilnehmer aller drei Städte aufeinander. Gemeinsam lernten sie Techniken und Möglichkeiten des Poetry Slams kennen. In Deutschland ist diese Form der Lesung mit Publikum sehr beliebt und weit entwickelt, in Tetovo hingegen waren Poetry Slams bis dahin eher unbekannt.

Während des Workshops entstanden viele Texte und Entwürfe in verschiedenen Sprachen. Sie wurden in der Gruppe gemeinsam besprochen und einstudiert, um sie beim abschließenden Poetry Slam auf der Bühne vor Publikum vorzutragen, zu "performen" - die Vorträge der Teilnehmer waren auf Mazedonisch, Albanisch und Englisch.

Im:pro - Improvisations-Theater Workshop
Mai 2011, MKC / KIC, Skopje (Mazedonien)

Ein halbes Jahr darauf fand in Skopje ein dreitägiger Improvisationstheater-Workshop mit dem deutschen Trainer Michael Quednau statt. Die Übungen und Proben waren durch viel Spaß und große Spielfreude gezeichnet. Je näher die Abschlusspräsentation rückte, umso mehr wuchs die Gruppe zusammen. Auch nach kürzester Vorbereitung und gänzlich ohne Erfahrungen im Bereich Impro-Theater glänzten die Teilnehmer auf der Bühne mit ihrer vielfältigen Performance, mit spontanen Ideen und großem Einfallsreichtum. Das Publikum ließ sich mitreißen und gestaltete die Aufführung aktiv mit. 

Partner und Förderer: Zentrum für Dramakünste T-Haus Skopje, Robert Bosch Stiftung, Friedrich Ebert Stiftung Skopje, CIVICA Mobilitas