„Pizza UNMIK“ im Kosovo / „Pizza UNMIK“ në Kosovë
Ein Projekt von Lucia Zimmermann, Kulturmanagerin und Timon Perabo, Kulturmanager-Alumnus, Qendra Multimedia, Pristina, Kosovo
„Pizza UNMIK“ im Kosovo / „Pizza UNMIK“ në Kosovë – ein Briefwechsel zwischen Berlin und Prishtina mit Kathrin Röggla, Vjollca Krasniqi und Jeton Neziraj.
Welche Rolle nehmen die Internationalen im Kosovo ein? Inwiefern beeinflusst ihre Anwesenheit den kosovarischen Alltag? Wie sieht die gegenseitige Wahrnehmung zwischen Lokalen und Internationalen aus? Diesen und ähnlichen Fragen ging die in Berlin lebende Autorin Kathrin Röggla nach und hat Briefe in den Kosovo geschickt. Antworten erhielt sie von der Soziologin und Philosophin Vjollca Krasniqi (Universität Prishtina) und dem Dramatiker und Regisseur Jeton Neziraj (Dramaturg, künstlerischer Leiter des Nationaltheaters Pristina und des Qendra Multimedia). Aus der Perspektive von Einheimischen decken die beiden Briefpartner Vorurteile auf, erklären den Unterschied zwischen „Pizza UNMIK“ und „Pizza Prishtina“ und berichten über die „Unterwanderung“ der kosovarischen Gesellschaft durch NGOs. Während die Einstellung vieler Menschen zum Kosovo häufig von einem Missions- und Krisenverwaltungsblick geprägt ist, interessierte Kathrin Röggla die Sicht auf den Alltag und auf das Arbeits- und Lebensmodell der NGO-Aktivisten, das die Menschen im Kosovo tagtäglich umgibt.
Entstanden ist ein kontroverser Briefwechsel, der im Juni 2009 im „Hotel Prishtina“ im Berliner HAU zum ersten Mal vorgetragen wurde.
Im September sind die drei Autoren, die sich bisher nur aus dem Briefverkehr gekannt hatten, zum ersten Mal im Kosovo zusammengekommen. Ihre Texte wurden im Rahmen der „Deutschen Wochen“ am 26.9.2009 im alten Hamam in Prizren und am 28.9.2009 im Theater Dodona in Prishtina von zwei Schauspielern auf Albanisch vorgetragen. Im Anschluss an die Lesung haben Kathrin Röggla, Vjollca Krasniqi und Jeton Neziraj den Gedankenaustausch in einer öffentlichen Runde vorgesetzt, die vom Journalisten und Schriftsteller Halil Matoshi moderiert wurde. Das Publikum – bestehend aus Lokalen und Internationalen – hat sich aktiv an der Diskussion beteiligt und über den Sinn und Zweck so mancher „Mission“ diskutiert.
Der Briefwechsel entstand als Teil des Projekts „Hotel Prishtina“ des büros für kulturelle angelegenheiten Berlin, in Zusammenarbeit mit Qendra Multimedia Pristina und dem Goethe-Institut Belgrad, gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin.
„Pizza UNMIK“ im Kosovo / „Pizza UNMIK“ në Kosovë – ein Briefwechsel zwischen Berlin und Prishtina mit Kathrin Röggla, Vjollca Krasniqi und Jeton Neziraj.
Welche Rolle nehmen die Internationalen im Kosovo ein? Inwiefern beeinflusst ihre Anwesenheit den kosovarischen Alltag? Wie sieht die gegenseitige Wahrnehmung zwischen Lokalen und Internationalen aus? Diesen und ähnlichen Fragen ging die in Berlin lebende Autorin Kathrin Röggla nach und hat Briefe in den Kosovo geschickt. Antworten erhielt sie von der Soziologin und Philosophin Vjollca Krasniqi (Universität Prishtina) und dem Dramatiker und Regisseur Jeton Neziraj (Dramaturg, künstlerischer Leiter des Nationaltheaters Pristina und des Qendra Multimedia). Aus der Perspektive von Einheimischen decken die beiden Briefpartner Vorurteile auf, erklären den Unterschied zwischen „Pizza UNMIK“ und „Pizza Prishtina“ und berichten über die „Unterwanderung“ der kosovarischen Gesellschaft durch NGOs. Während die Einstellung vieler Menschen zum Kosovo häufig von einem Missions- und Krisenverwaltungsblick geprägt ist, interessierte Kathrin Röggla die Sicht auf den Alltag und auf das Arbeits- und Lebensmodell der NGO-Aktivisten, das die Menschen im Kosovo tagtäglich umgibt.
Entstanden ist ein kontroverser Briefwechsel, der im Juni 2009 im „Hotel Prishtina“ im Berliner HAU zum ersten Mal vorgetragen wurde.
Im September sind die drei Autoren, die sich bisher nur aus dem Briefverkehr gekannt hatten, zum ersten Mal im Kosovo zusammengekommen. Ihre Texte wurden im Rahmen der „Deutschen Wochen“ am 26.9.2009 im alten Hamam in Prizren und am 28.9.2009 im Theater Dodona in Prishtina von zwei Schauspielern auf Albanisch vorgetragen. Im Anschluss an die Lesung haben Kathrin Röggla, Vjollca Krasniqi und Jeton Neziraj den Gedankenaustausch in einer öffentlichen Runde vorgesetzt, die vom Journalisten und Schriftsteller Halil Matoshi moderiert wurde. Das Publikum – bestehend aus Lokalen und Internationalen – hat sich aktiv an der Diskussion beteiligt und über den Sinn und Zweck so mancher „Mission“ diskutiert.
Der Briefwechsel entstand als Teil des Projekts „Hotel Prishtina“ des büros für kulturelle angelegenheiten Berlin, in Zusammenarbeit mit Qendra Multimedia Pristina und dem Goethe-Institut Belgrad, gefördert vom Hauptstadtkulturfonds Berlin.