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Remapping Skopje

Internationale und interdisziplinäre Werkstattwoche zur Wahrnehmung der Stadt

Ein Projekt von Julia Lechler

Gastinstitution: NGO Kontrapunkt/Kulturzentrum Tocka

September/Oktober 2008, Kulturzentrum Tocka, Skopje (Mazedonien)

Unter dem Titel "Remapping Skopje" fand im Herbst 2008 eine internationale, interdisziplinäre Werkstattwoche in Skopje statt, die die Stadt und ihre Räume auf neue Weise erkundete und reflektierte. Referenten waren Biljana Stefanovska, Architektin, TU Darmstadt; Bertram Weisshaar, Spaziergangsforscher, Atelier latent, Leipzig und Maren Harnack, Architektin/Stadtplanerin, HCU Hamburg.

Ziel des Projekts war es, unter Einbeziehung mehrerer Disziplinen wie Bildende Kunst, Fotografie, Architektur, Stadtplanung, Soziologie u.a. einen anderen Blick auf Skopje zu werfen, verschiedene Schichten und Bedeutungen der Stadt zu identifizieren und diese durch Visualisierung, Audifizierung etc. kommunizierbar zu machen. Der Heterogenität der Stadt sollte sowohl mit der Heterogenität der Teilnehmer, deren unterschiedlichen Ethnizitäten bzw. Nationalitäten als auch ihrer disziplinären Verortung Rechnung getragen werden.

Auf der Basis der Methode des "Mappings", mit der seit einigen Jahren wieder verstärkt (in Anlehnung an die "Situationistische Internationale" bzw. den "New Situative Urbanism" und die Psychogeographie) in der internationalen zeitgenössischen Kunst als auch in Architektur und Stadtplanung gearbeitet wird, wurde das Stadtgefüge reflektiert. "Mapping" als künstlerische Praxis umfasst Vorgehensweisen des Beobachtens, Sammelns und Aufzeichnens, was unter Zuhilfenahme unterschiedlicher Medien geschehen kann, von der Fotografie über die schriftliche Notiz, das Video etc. bis hin zur Zeichnung einer tatsächlichen Karte.

Ergebnis des Workshops waren 12 Beiträge, 12 unterschiedliche Annäherungen an unterschiedlichste urbane Phänomene und Aspekte der Stadt, die im Anschluss an den Workshop in einer öffentlichen Präsentation vorgestellt wurden. Inhaltlich ging es in den Beiträgen u.a. um die "Kirche für jeden Tag" als informelles Gestaltungselement des zeitgenössischen Skopjes, die informellen Wege in der Stadt, den symbolischen Umbau Skopjes zur Hauptstadt des jungen Staates Mazedoniens oder eine Kartierung der Stimmungen in der Stadt.

Förderer: Deutsche Botschaft Skopje, Robert Bosch Stiftung

Projektfilm