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MENDELSOHN SALON
»Jüdische Literatur heute – in Deutschland und in Polen«

Ein Projekt von Yvonne Meyer, Kulturmanager-Alumna für die Kulturgemeinschaft Borussia, Allenstein/Olsztyn, Polen. 

10. Mai 2007 im Ermländisch-Masurischen Museum im Allensteiner Schloss

Jüdische Kunst und Kultur spielen im öffentlichen Leben Deutschlands heute eine große Rolle. Diese Tatsache ist jedoch in Polen weitgehend unbekannt. Der erste MENDELSOHN SALON des Jahres 2007 war daher der zeitgenössischen jüdischen Literatur in Deutschland gewidmet. Er hatte zum Ziel, überblicksartig in das Thema einzuführen und in Form einer Lesung einen konkreten Autor und sein Werk vorzustellen. Die jüdische Schriftstellerin Esther Dischereit aus Berlin las aus ihrer Prosa und ihren Gedichten. Einige Texte wurden auf Polnisch vorgetragen – eigens für den Abend ins Polnische übersetzte Stücke (z.B. „Mit Eichmann an der Börse“) und bereits auf Polnisch veröffentlichte. Im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin Dr. Alina Molisak aus Warschau und der Olsztyner Künstlerin Ewa Bażanowska sprach sie über die deutsch-jüdischen Beziehungen und die Problematik einer zeitgenössischen jüdischen Identität. Das Publikum hatte viele Fragen zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden in der zeitgenössischen jüdischen Literatur und ihrer öffentlichen Wahrnehmung in Polen und in Deutschland.

Die Veranstaltung wurde finanziell unterstützt von der Robert Bosch Stiftung und dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Danzig.