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MENDELSOHN SALON
»BLICK VON ZWEI SEITEN – Polnisch-Deutsche Wissenschaftskooperation«

11. September 2008
im Ermländisch-Masurischen Museum im Allensteiner Schloss

Ein Projekt von Yvonne Meyer, Kulturmanager-Alumna, für die Kulturgemeinschaft Borussia, Allenstein/Olsztyn, Polen.

Der dritte MENDELSOHN SALON 2008 fand im Rahmen der II. Tage der Jüdischen Kultur in Olsztyn statt. Er widmete sich der Wissenschaft: Ausgehend von der Präsentation eines ausgewählten Forschungsprojekts sollte dargestellt werden, welche Auswirkungen die Erforschung deutscher, polnischer und jüdischer Geschichte auf gegenwärtige Debatten haben. Borussia hatte deutsche und polnische Wissenschaftler eingeladen, ein gemeinsam geplantes und durchgeführtes Projekt vorzustellen.
An der Veranstaltung nahmen Prof. Feliks Tych vom Jüdischen Historischen Institut Warschau und Prof. Alfons Kenkmann vom Historischen Seminar der Universität Leipzig teil. Auf Initiative des Vereins »Gegen Vergessen – für Demokratie« führen die beiden Institute gemeinsam das Projekt »Kinder über den Holocaust. Frühe Zeugnisse 1944-1946« durch. Es beinhaltet von Historikern nach dem Zweiten Weltkrieg durchgeführte Interviews mit Kindern, die den Holocaust überlebten, als Quelle zu erschließen und sie in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Sie werden als Publikation für die pädagogische Arbeit in Schulen und außerschulischen Projekten nutzbar gemacht. Dr. Beate Kosmala, Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin, moderierte das Gespräch. Sie kennt das Projekt und die Veröffentlichung ausgezeichnet und konnte daher mit Sachkenntnis und einem kritischem Blick Fragen an die Gäste richten. Zudem war der Initiator des Projekts, Andreas Eberhardt von »Gegen Vergessen – für Demokratie«, eigens für den Abend angereist.
Der MENDELSOHN SALON zeigte eine bisher wenig bekannte Facette der deutsch-polnischen Zusammenarbeit. Es gelang sehr gut, die Positionen der Beteiligten zu vermitteln und die Besucher für das sensible Arbeitsfeld zu interessieren.

Die Veranstaltung wurde finanziell unterstützt von der Robert Bosch Stiftung, dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Danzig sowie der Stadt Olsztyn.

Foto: Jacek Sztorc, © WK Borussia.

v.l.n.r. Prof. Feliks Tych, Dr. Beate Kosmala, Aneta Jachimowicz, Prof. Alfons Kenkmann