Sitemap Kontakt Impressum

MENDELSOHN SALON
»STANDPUNKTE: Antisemitismus und Zivilgesellschaft«


15. Mai 2008 im Theater Węgajty

Ein Projekt von Yvonne Meyer für die Kulturgemeinschaft Borussia, Allenstein/Olsztyn in Kooperation mit dem TEATR WĘGAJTY / Projekt Terenowy.

In den letzten Jahren boten in Polen diverse Publikationen Anlass zu Debatten über Antisemitismus. Sie wurden in der Öffentlichkeit hitzig geführt, nahmen jedoch nur wenig Einfluss auf den weiteren Umgang der Gesellschaft mit dem Thema. Die Borussia entwickelte gemeinsam mit dem Theater Węgajty den MENDELSOHN SALON, der eine lokale Diskussion über den Antisemitismus als Herausforderung für die polnische Zivilgesellschaft ermöglichte und das Thema in die städtische Öffentlichkeit und die lokalen Medien bringt. Im Theater Węgajty beschäftigen sich Künstler seit vielen Jahren u.a. mit der jüdischen Tradition in der Kulturlandschaft Ermland und Masuren. Es ist ein Ort der kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und Gegenwart der Region. Hierher luden wir die Gäste des ersten MENDELSOHN SALONS im Jahr 2008. Sie wurden von der Band RUACH und der KAPELA TERENOWA mit jüdischer Musik begrüßt. Auf Grund des Themas wurde die Position eines polnischen Künstlers vorgestellt – der Film „Ein Pole im Schrank“ des polnischen Avantgardekünstlers Artur Żmijewski. Die Podiumsgäste Dr. Marcin Szydzisz (Politologe, Wrocław) und Kazimierz Brakoniecki (Poet und Essayist, Olsztyn) eröffneten die Diskussion mit ihren Statements und stellten sich den Fragen des Publikums. Der Film wurde von den Gästen und dem Publikum sehr kontrovers diskutiert und löste ganz unterschiedliche Emotionen aus. So kam es zu einer sehr offenen wie auch emotionalen Diskussion.

Die Veranstaltung wurde finanziell unterstützt von der Robert Bosch Stiftung, dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Danzig sowie im Rahmen des Projekts „Sztuka dialogu – dialog przez sztukę“ des Theaters Węgajty von der Stefan Batory Stiftung.
Fotos: Jacek Sztorc, © WK Borussia.