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Karin Rolle

Kulturmanagerin bei Protok – Zentrum für visuelle Kommunikation in Banja Luka, Bosnien und Herzegowina, 2009-2011

Karin Rolle war von 2009 bis 2011 Projektleiterin und Kuratorin bei Protok – Zentrum für visuelle Kommunikation. Zentrale Aspekte ihrer Arbeit waren der Aufbau eines kontinuierlichen anspruchsvollen Programms und die internationale Vernetzung des Zentrums. So konzipierte sie Workshops und Diskussionen, kuratierte und produzierte Ausstellungen, initiierte neue Formate, wie Künstler-Residenz-Projekte, und leitete die Herausgabe von Publikationen. Die intensive Förderung der jungen Szene des Landes war ihr dabei ebenso wichtig wie der Austausch mit Partnern in angrenzenden sowie westeuropäischen Staaten. Sie bot jungen Wissenschaftlern und Kuratoren eine Diskussionsplattform, Nachwuchsautoren Raum für Veröffentlichungen und ermöglichte jungen Künstlern neue Produktionen und Ausstellungen. Die bespielten geographischen Breiten reichten dabei von Südost- nach Westeuropa, etwa bis in die Niederlande mit einer Kooperation mit dem Van Abbemuseum in Eindhoven. Zu Förderern ihrer Projekte gehörten: das Auswärtige Amt, das Goethe-Institut, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Botschaft des Königreichs der Niederlande, die European Cultural Foundation, die Heinrich-Böll-Stiftung und die Stadt Banja Luka. In ihrer Zeit als Kulturmanagerin bei Protok – Zentrum für visuelle Kommunikation gelang es ihr erfolgreich, ein anspruchsvolles Programm zu etablieren sowie das Zentrum strukturell weiterzuentwickeln und international zu vernetzen.
Werdegang

Karin Rolle studierte Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig, der University of California Davis (USA) und der Karlsuniversität Prag. Während ihres Studiums arbeitete sie in Forschungsprojekten der Universität Leipzig mit und sammelte darüber hinaus praktische Erfahrungen beim internationalen Rundfunkhaus Radio Prag, beim Kulturprogramm des Mitteldeutschen Rundfunks Figaro in Halle/Saale sowie in der kulturellen Projektarbeit bei Kunstvereinen in Leipzig. Nach Abschluss ihres Magisters war sie für die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in Dresden tätig, bevor sie ab August 2009 als Robert Bosch Kulturmanagerin bei Protok – Zentrum für visuelle Kommunikation internationale Kultur- und Bildungsprojekte leitete. Im Juli und August 2011 schloss sie erfolgreich Studien in International Relations an der London School of Economics and Political Science (LSE) ab.

Aktuell

Wissenschaftliche Mitarbeit in einem Forschungsprojekt zur Kulturgeschichte des Geistigen Eigentums und der Urheberrechte in Mitteleuropa am GWZO/Universität Leipzig.