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Verbotene Musik: Masterclass und Konzerte

Ein Projekt von Christian Gracza, Yvonne Meyer und Ulrike Plüschke

Gastinstitutionen: Lenau-Haus, Kulturgemeinschaft Borussia und Edith-Stein-Haus

Oktober 2008, Wrocław/Breslau und Olsztyn/Allenstein (Polen)

Im Jahr 2008 waren Polen und Ungarn bereits vier Jahre Mitglied in der Europäischen Union. Dem Projekt "Verbotene Musik" lag die Frage zugrunde, welche Auswirkungen dies auf junge Künstler und ihre Möglichkeiten im interkulturellen Dialog hatte. Idee des Projekts war es, jungen Musikern aus Polen, Ungarn und Deutschland einen Raum zu schaffen, in dem sie sich über einen künstlerischen Umgang mit dem europäischen Kulturerbe verständigen können. Die Organisatoren setzten sich bereits seit vielen Jahren auf verschiedenen Ebenen für die Auseinandersetzung mit dem europäischen Kulturerbe ein. "Verbotene Musik" initiierte und erprobte die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema auf dem Feld der Musik des 20. Jahrhunderts.

Das Projekt "Verbotene Musik" bestand aus mehreren Komponenten, wobei die Musik der Schlüssel war, sich mit dem europäischen Gedanken auseinander zu setzen. Basis war das gleichnamige Programm des ungarischen Cellisten Péter Szabó und des polnischstämmigen Pianisten Frédéric Vaysse-Knitter aus Paris. Sie adaptierten dafür Stücke von Erich Korngold, Alexandre Tansman, Czaba Szabó und Kurt Weill für Piano und Cello - Komponisten, die wegen ihrer Herkunft oder ihrer politischen Überzeugung verfolgt und staatlichen Repressionen ausgesetzt waren.

In Masterclasses bei Szabó und Vaysse-Knitter in Olsztyn/Allenstein konnten die Schüler und Studenten an ihrem Repertoire arbeiten, lernten sich darüber hinaus kennen und knüpften Kontakte. Im öffentlichen Teil des Projekts wurde das Programm in zwei Konzerten im Oratorium Marianum der Universität in Wrocław/Breslau und im großen Saal der Ermländisch-Masurischen Philharmonie in Olsztyn/Allenstein präsentiert. In einer kurzen Einführung stellten die Musiker dem großenteils sehr jungen Publikum die Komponisten vor. Die sympathischen Künstler und das hohe künstlerische Niveau überzeugten in beiden Städten und begeisterten die insgesamt fast 400 Zuhörer für die europäische Kammermusik des 20. Jahrhunderts.

Partner und Förderer: Ermländisch-Masurische Philharmonie "Feliks Nowowiejski" und Staatliche Musikschule "Frederyk Chopin", Olsztyn, Freunde der Borussia Olsztyn/Allenstein e.V., Leipzig, Robert Bosch Stiftung, Generalkonsulate der Bundesrepublik Deutschland in Breslau und Danzig, Französisches Generalkonsulat in Krakau

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