Lesung und Gespräch mit Éva Fahidi
Ein Projekt von Lukas Wiesehöfer, Kulturmanager-Alumnus, Deutsches Kulturforum Debrecen, Ungarn
19. März 2009, Méliusz Juház Péter Megyei Könyvtár és Információs Központ, Debrecen
Auf Einladung des Deutschen Kulturforum war Pusztainé Fahidi Éva zu einer Lesung und anschließendem Gespräch in der Méliusz Juház Péter-Bezirksbibliothek in Debrecen zu Gast. Frau Pusztainé, die unter ihrem Mädchennamen „Fahidi“ ihre Erlebnisse als Zwangsarbeiterin im Buchenwalder Außenlager Münchsmühle niedergeschrieben hat, berichtete dem überwiegend jungen Publikum über die Deportation aus ihrer Heimatstadt Debrecen im Jahre 1944, ihre Zeit im KZ Auschwitz und im Lager Münchmühle/Allendorf, sowie über die Schwierigkeiten im Umgang mit all diesen Erlebnissen in der Folgezeit nach ihrer Rückkehr nach Ungarn. Moderiert wurde die Veranstaltung von Miklós Takacs (Institut für Ungarische Literatur- und Kulturwissenschaften/Universität Debrecen).
Die Veranstaltungsteilnehmer nutzten ausführlich die Gelegenheit zu Nachfragen und sorgten hierdurch für ein intensives und berührendes Gespräch über ein in der ungarischen Gesellschaft noch immer eher spärlich behandelten Thema.
Im Anschluss signierte Frau Pusztainé ihr Buch „Anima Rerum – A Dolgok Lelke“ (Kiado Tudomány, 2005), welches in einer kleinen Auflage auch in deutscher Sprache erschienen ist (Fahidi, Éva: Anima Rerum – meine Münchmühle in Allendorf und meine wahren Geschichten. Magistrat der Stadt Stadtallendorf, 2004).
Förderer: Goethe-Institut Budapest, Robert Bosch Stiftung und Méliusz Juház Péter Megyei Könyvtár és Információs Központ