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Daumenkino

Daumenkino
Geschichten rund ums Daumenkino mit Volker Gerling

19. April 2008

Ein Projekt von Agnés Simon, Kulturreferentin am Deutschen Kulturzentrum Klausenburg und Katja Lasch, Kulturmanager-Alumna am Deutschen Kulturzentrum Klausenburg, Klausenburg/Cluj-Napoca, Rumänien

Volker Gerling, einer der bekanntesten Daumenkino-Künstler in Deutschland, unternahm im Frühjahr 2008 eine Tournee durch Rumänien und gastierte auch in Klausenburg.

„Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt“ – ist das Motto des Daumenkinographen Volker Gerling. Ein Daumenkino ist weder Buch noch Film. Es ist eine mehr als 200 Jahre alte Tehnik, die als Vorläufer des Kinofilms gesehen werden kann.

Für Volker Gerling bietet das Daumenkino die beste Möglichkeit, Geschichten zu erzählen. Dabei arbeitet er vor allem mit Porträts von Menschen und Orten. Die 36 Bilder eines Daumenkinos blättert er während einer Vorstellung unter einer Kamera um, die die Bilderserie auf eine Leinwand projiziert. Somit wird aus dem Daumenkino richtiges, „großes" Kino und die Medien Film, Fotografie und Performance verbinden sich zu einem völlig neuen Genre.

 

Volker Gerlin präsentierte in Klausenburg Daumenkinos, die auf seinen Reisen entstanden. Insgesamt hat Volker Gerling drei Reisen hinter sich, auf denen er im Sommer 2003 von Berlin nach Basel, im Sommer 2005 von Basel nach Berlin und ein Jahr später schließlich von Berlin nach Köln lief. Die Reisen hat der Daumenkinograph mit 25 Kilo Gepäck auf dem Rücken, zu Fuß und ohne eigenes Geld bewältigt. Seine Daumenkinos trug er stets mit sich, führte sie unterwegs auf und lebte von dem, was die Leute ihm als Spende gaben.

 

Aus den Begegnungen mit den Leuten am Straßenrand sind neue Daumenkinos entstanden, die Volker Gerling gemeinsam mit den Daumenkinos seiner ersten beiden Wanderschaften in einem abendfüllenden Bühnenprogramm aufführte.

 

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Woche der Kaffeehauskultur, die vom Centre Culturel Français Cluj-Napoca koordiniert wurde, statt.

 

Partner: Deutsches Kulturzentrum Temeswar, Goethe-Zentrum Iaşi, Café Quo Vadis, Centre Culturel Français Cluj-Napoca

 

Förder: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland

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