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Ruhe! Es wird gedreht!

Ruhe es wird gedreht!
Rumänisch-Deutsch-Französische Stummfilmtage

13.-16. November 2007

Ein Projekt von Katja Lasch, Kulturmanager-Alumna am Deutschen Kulturzentrum Klausenburg, Klausenburg/Cluj-Napoca, Rumänien

Ruhe! Es wird gedreht! – unter diesem Motto fanden vom 13.-16. November 2007 die Rumänisch-Deutsch-Französischen Stummfilmtage in Klausenburg und Hermannstadt statt.

Filme von und mit Friedrich Murnau, Buster Keaton oder Karl Valentin, der französische Klassiker „La passion de Jeanne d’Arc“ (Die Passion der Johanna von Orléans) und der Kultfilm „Koyannisqatsi“ wurden live von Musikern aus Deutschland, Frankreich, Rumänien und Ungarn begleitet. Die musikalische Palette reichte hierbei von Perkussion, über Klavier, zeitgenössische Musik bis hin zu DJs. Insgesamt 10 Stummfilmvorführungen, ein Workshop sowie eine Podiumsdiskussion wurden dem Klausenburger und Hermannstädter Publikum in vier Tagen präsentiert. 

Kinofilm und Klausenburg wird heute vor allem mit dem wichtigsten Filmfestival in Rumänien, dem Transylvania International Filmfestival (TIFF), in Verbindung gebracht. In Vergessenheit geraten ist, dass Klausenburg bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine wichtige Rolle in der Filmproduktion spielte. Federführend war Jenő Janovics, der Direktor des örtlichen Theaters, der mit Unterstützung der französischen Firma Pathé die Filmstudios Proja, Corvin und später Transylvania gründete. Bekannte Regisseure wie Michael Curtiz (Mihály Kertesz) und Sándor Korda (Alexander Korda) wirkten zunächst in den Klausenburger Filmstudios bevor sie ihren Weg über Budapest und Deutschland in die großen Filmzentren Hollywoods fanden. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden in Klausenburg über 55 Dokumentarfilme und Spielfilme. Die Blütezeit des Klausenburger Stummfilms fand ihr Ende mit dem Abtransport der gesamten Technik nach Budapest im Jahr 1917.

Mit den Stummfilmtagen knüpften das Deutsche Kulturzentrum Klausenburg und das Centre Culturel Français Cluj-Napoca an diese Filmtradition an. So wurden mit der Vorführung von  „Az Utolsó Éjszaka“ (Die letzte Nacht) und „Aşa e Viaţa“ (So ist das Leben) Raritäten der frühen Klausenburger und rumänischen Stummfilmkunst gezeigt.

Detaillierte Informationen zum Filmprogramm finden Sie unter: http://www.kulturzentrum-klausenburg.ro/
opencms/export/kulturzentrumcj/kultur/
projekte/Stummfilm_/index.html_2063069339.html
    

Partner: Centre Culturel Français Cluj-Napoca; Ungarisches Generalkonsulat Klausenburg; Deutsches Kulturzentrum Hermannstadt; Filmtett; Theater Gong Hermannstadt; Tranzit Haus; Nationales Filmarchiv Ungarns; Nationales Filmarchiv Rumäniens; Notetour

Förderer: Elysée-Fond – Fonds für deutsch-französische Kulturprojekte in Drittstaaten; Robert Bosch Stiftung; Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland; Stadt Klausenburg

Sponsoren: Carrefour; BRD Group Societé Generale; Metro Group SRL

Filmbeitrag zum Projekt