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Światy zapomniane, światy odkrywane - Verschwundene Kulturlandschaften?

Fotoausstellung und internationale Podiumsdiskussion

Ein Projekt von Elisabeth Ritter

Gastinstitution: Kulturgemeinschaft Borussia

März/April 2006, Galerie für zeitgenössische Kunst BWA, Olsztyn/Allenstein (Polen)

Ausgangspunkt für die Erstellung einer deutsch-polnischen Version der von der Prager Bürgerinitiative Antikomplex geschaffenen Fotoausstellung "Das verschwundene Sudetenland" war die Frage nach dem Umgang mit "fremdem" Kulturerbe in den lange Zeit von Deutschen geprägten Kulturlandschaften Mitteleuropas. Dabei lag der Fokus weniger auf divergierenden Erinnerungen oder gar nationalen Zuschreibungen als auf der Frage nach der Einstellung, die die heutigen Bewohner zur Kulturlandschaft haben und welche Perspektiven sich daraus für die Regionalentwicklung ergeben. In Zusammenarbeit mit Mitgliedern von Antikomplex wurde eine polnische Version der Ausstellung erstellt, die im Rahmen des Deutsch-Polnischen Jahres 2005/2006 an verschiedenen Orten in Polen zu sehen war.

In Olsztyn/Allenstein wurde diese tschechische Ausstellung zusammen mit Fotos vom historischen Ostpreußen, die Anfang der 1990er Jahre in Ermland und Masuren unter dem Titel "Atlantis des Nordens" erstmals öffentlich zu sehen waren, gezeigt und diskutiert. Somit wurde für die Öffentlichkeit ein unmittelbarer Bezug der geographisch recht entfernt gelegenen Sudeten zur eigenen Region hergestellt und der Blick für die Problematik der "vergessenen und wieder entdeckten Welten"  im europäischen Kontext geweitet.

Partner: Bürgerinitiative Antikomplex, Galerie für zeitgenössische Kunst BWA Olsztyn/Allenstein, Edith-Stein-Haus Wrocław/Breslau, Gerhart-Hauptmann-Haus Jagniątków/Agnetendorf