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„Gerhart Hauptmann und die Juden‘“

Konstellationen und Konstruktionen in Leben und Werk. Internationale germanistische Tagung

Ein Projekt von Hans-Joachim Hahn, Kulturmanager-Alumni, Gerhart-Hauptmann-Haus, Jagniątków/Agnetendorf, Polen

Projektjahr: 2004

Zu den von der Hauptmann-Forschung bislang weniger bearbeiteten Themen kann die Frage nach der Gestaltung jüdischer Charaktere in seinen Texten gerechnet werden. Die im Juni 2004 veranstaltete internationale germanistische Konferenz, an der zehn Literaturwissenschaftler/innen aus Polen und Deutschland teilnahmen, bezog zur Auseinandersetzung mit dieser Fragestellung Gerhart Hauptmanns Freundschaften zu jüdischen Intellektuellen und Kulturschaffenden mit ein. Zweifellos erfuhr der Autor eine eminente Förderung seines Werks von so unterschiedlichen Personen wie dem Theaterintendanten Otto Brahm, dem Verleger Samuel Fischer, dem Literaturkritiker Alfred Kerr oder dem Textilfabrikanten und Bibliophilen Max Pinkus, um nur einige zu nennen.

Unmittelbarer Anlass für die Veranstaltung der Konferenz vom 18.-20. Juni 2004 stellte der 70. Todestag von Max Pinkus am 19. Juni 2004 dar. So fiel die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Texten Gerhart Hauptmanns mit der Würdigung des Mannes zusammen, der die Ausmalung der Eingangshalle von Haus ‚Wiesenstein’, dem heutigen Städtischen Museum Gerhart-Hauptmann-Haus, zum 60. Geburtstag Gerhart Hauptmanns 1922 aus Freundschaft für den Autor und zur Unterstützung des Malers Johannes Maximilian Avenarius gefördert hatte.

Die Ergebnisse der Konferenz wurden 2005 in einem Tagungsband veröffentlicht.