„Gerechte unter den Völkern“ – eine deutsch-polnisch-israelische Werkstatt
Projektjahr: 2005 (Folgeprojekte bis 2007)
Projektpartner: World Union of Jewish Students, Jerusalem
Museum „Blindenwerkstatt Otto Weidt“, Berlin
Jeweils sechs junge Erwachsene aus Polen, Deutschland und Israel beschäftigten sich im Rahmen zweier Begegnungen mit den Lebensgeschichten von Personen, die während des Zweiten Weltkrieges Juden versteckten und später vom Staat Israel als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet wurden. Sie fragten insbesondere nach den Formen der Erinnerungen an die Lebensretter in den drei Ländern. Sie besuchten Institutionen und Gedenkstätten, die sich mit der Geschichte der Juden in Europa, dem Holocaust oder dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus beschäftigen und analysierten die hier genutzten Darstellungsformen und pädagogischen Methoden.
Auf dieser Basis entwickelten die Teilnehmer eine Modellwerkstatt zur Auseinandersetzung mit den Biografien der „Gerechten“ sowie mit Werten wie „Zivilcourage“, „Akzeptanz von Minderheiten“ und „Gerechtigkeit“. Diese Werkstatt wurde später mit Schulklassen viele Male durchgeführt.
Als Folge des Projektes organisierte das Edith-Stein-Haus jährlich mindestens zwei deutsch-polnisch-israelische Begegnungen.